Brot backen in Neuneck

Passend zum Erntedank wurde am 06. Oktober der Gemeindebackofen in Neuneck angeheizt, um die Gemeinschaft zu pflegen. Inhaltlich konnte eine Verbindung zu Tischgemeinschaft, Herrenmahl, Abendmahl hergestellt werden.
Die Neunecker Gastfreundschaft und die urige Örtlichkeit bescherten einen perfekten Tag, an dem schon Pläne für weitere Backtage geschmiedet wurden.

 

 

Wanderung zum Schmalzerhisli im Wolftal

Geheimtipp, oder- nie gehört. Beides ist möglich. Deshalb machte sich das Männervesperteam im wahrsten Sinne des Wortes auf die Suche nach der Vesperstube im Schwarzenbruch.

Gestartet in Oberwolfach Walke führt die Tour 1,5 Stunden bergan über idyllische Trampelpfade. Unbekannt scheinen sie nicht zu sein, sonst wären sie nicht so ausgetreten und frei von Gestrüpp. Über verlassenen Zeugen des Bergbaus endlich eine Lichtung in Sicht. Links im Tal gegenüber eine verlassene Bergstation. Noch 600 Meter, steht auf einem der vielen informativen Schilder.

Der zum Gasthaus umgebaute ehemalige Bauernhof läuft unter Geheimtipp, trotzdem kann es passieren, dass man Bekannte trifft.

Gut badisch gevespert verläuft der Rückweg vorbei an Viehherden mit Bauernhöfen in Hanglagen in Nah und Fern. Nur wer Ahnung von Landwirtschaft hat, kann sich vorstellen, mit wie viel Heimatverbundenheit diese Flächen betrieben werden.

Der Abstieg ist nur theoretisch einfacher.

Wie im richtigen Leben muss man sich an Weggabelungen für eine Richtung entscheiden. Dass der breitere Weg nicht immer der bessere ist, bekamen wir im Waldwirrwarr zu spüren. Trotzdem, alles was nach unten führt, ist richtig und so fanden wir doch zum Ochsenwirtshof. Er war zwar nicht unser geplantes Ziel, doch als Orientierung zur nächsten Rast im Heinrichstüble war er hilfreich.

In diesem neu eröffneten Cafe am Wolftalradweg wollten wir uns mit Sayers treffen, die uns entgegen gehen wollten. Wir verpassten uns, so musste Organisator Gerhard Weigold mit einem kurzfristig ausgeliehenen Fahrrad die beiden ein- und zurückholen. Bei der verdienten Pause wurden gleich neue Termine abgesprochen.

Die unbedingt empfehlenswerte letzte Etappe auf dem Radweg nach Walke entschädigt mit sonnigen Aussichten für alle Strapazen.  

https://www.schmalzerhisli.de/

https://de-de.facebook.com/Heinerstueble/

 

 

 

 

Frühstück nach dem Osterfrühgottesdienst

Immer mehr Gäste lassen sich am Ostersonntagmorgen bereits um sieben Uhr zur Auferstehungsfeier auf den Friedhof einladen. Fast alle blieben auch zum anschließenden Frühstück, das wiederum in Gemeinschaftsarbeit mit dem Frauenfrühstücksteam im Gemeindehaus angeboten wurde, wo sogar nachgestuhlt werden musste.

Die beiden Teams ergänzen sich hervorragend im klassischem Sinne. Die Männer sind für die schweren Aufgaben zuständig, die Frauen setzen das i-Tüpfelchen mit dem Verfeinern. Der Deko und dem Obstsalat sieht man die Frauenhände einfach an.

Die Kirchengemeinde freut sich über ein gelungenes Osterfrühstück, eine langjährige schöne Tradition.

 

 

Kann man Glück lernen?

Dass man sein Glück ein Stück weit selbst in der Hand hat, bewies der besondere Abend mit Ulrich Parzany vor Ort. Glück hatten die, die sich entschlossen hatten, diese harmonische Gemeinschaftsveranstaltung des Frauenfrühstück- und Männervesperteams zu besuchen. Über 250 Besucher waren der Einladung in die Glattalhalle gefolgt, wo außer einem Häppchenbuffet noch musikalische Leckerbissen geboten wurden. Die musikalische Begleitung des Abends übernahm der Berufsmusiker und Musiktherapeut Werner Finis mit dem Keyboard. Beim Gesang zu „Jesus bleibet meine Freude, The Greatest Love of all und Amazing Grace“ zeigte Jessica Aberle, warum sie erst wenige Stunden vorher bei ihrer Abiturprüfung im Fach Musik die Note eins erreicht hatte.

Pfarrer Sayer eröffnet den Abend mit der Vorstellung der Unterhaltungsgäste. Im Gespräch erfährt man, dass Herr Parzany der Anfrage von Pfarrer Sayer für einen Vortrag spontan zusagte, weil er diese Gegend gut aus seiner Jugendzeit kennt. Als Kind des zerbombten Ruhrgebietes verbrachte er einen Teil seines Lebens in Dietersweiler. Noch heute erinnert er sich an Flurstücksnamen im Lauterbad, weiß was Gsälz ist und kann Krombierä aussprechen. Die schwäbischen Gerichte schätzt Herr Parzany sehr und kann sich gut vorstellen, dass er seine ersten Worte auf schwäbisch sprach. Erfreut bemerkte er, was aus dem Glattener Schwimmbad wurde, das er als Jugendlicher besuchte, manchmal übern Zaun, ohne Eintritt zu bezahlen. Ausführlich erfuhren die gespannten Zuhörer so einiges über das Leben des Referenten, der nie Pfarrer werden wollte, auch weil er sich im Konfirmandenunterricht langweilte und sogar hin und wieder geohrfeigt wurde.

Bei einem Mitarbeiterbibelkurs über Hebräer 11,26, in dem Mose die Schmach Christi für größeren Reichtum hielt als die Schätze Ägyptens, denn er sah auf die Belohnung, da hatte Parzany das Gefühl, Gott spreche zu ihm.

Daraufhin belegte er die Studienfächer Theologie und Volkswirtschaft, das ihm im Bekanntenkreis ausgelegt wurde, als ob er immer noch zweifeln würde. Endgültig zum Glauben fand er über Jugendliche aus nichtchristlichen Häusern, nicht über die Pfarrer. Nach einem Unfall im Umfeld musste er sich der Frage stellen, ob mit dem Tod alles vorüber sei. Darauf engagierte Herr Parzany sich für Pro Christ und begann mit Billy Graham, der erst kürzlich verstarb, zu evangelisieren. Die technische Entwicklung mit Übertragung der Vorträge steigerten den Bekanntheitsgrad.

Psalm 34,6 „Die auf ihn sehen, werden strahlen vor Freude“ verwendete der Redner als Einstieg in den Vortrag: Kann man Glück lernen?  Die Frage stamme nicht von ihm, gibt er zu. Es war eine Schlagzeile auf einer Zeitungsseite. Weil es eine Frau, die gemeinsam im Zug mit ihm die Überschrift las, rigoros verneinte, begann er das Thema zu erforschen.

In bestimmten Abständen erscheint der aktualisierte Glücksatlas- wo leben die glücklichsten Menschen?

Die ersten Plätze nehmen Schleswig Holstein  und Hamburg ein. Württemberg befindet sich auf der 19 Plätze betragenden Tabelle an 11. Stelle. Baden liegt auf Platz 3, Hessen auf 4.

Die Schwaben deuten die Lebenszufriedenheit als Glück. Pluspunkte sind: geringe Arbeitslosigkeit, niedrige Pflegequote, gutes Einkommen, viel in partnerschaftlicher Beziehung lebende Paare. Negative Auswirkungen auf das Glücksempfinden haben bei uns hohe Wohnkosten und  weniger Übernachtungsgäste als sonstwo.

Mit der Frage, ob christlicher Glaube mit Glück zu tun hat, und der Erkenntnis, dass sich diese Frage jeder selbst beantworten muss, wird Pause angesetzt. Diese wird rege vom Publikum für eine Stärkung und für Gespräche genutzt.

Nach einem Gesangsstück setzt der Redner mit der Bergpredigt an. Immer wieder betitelt er sie als Regierungserklärung von Jesus und legt die Seligpreisungen aus Matthäus 5 aus.

Obwohl so kurz nach dem Essen der Saal abgedunkelt wird, wird keiner der Zuhörer bei der packenden Schilderung des 76 Jährigen schläfrig.

Seligpreisung bedeutet für Herr Parzany Glückwunsch, Gratulation- welche Erwartungen hat man, wenn man an Glück denkt?

Er beschreibt, dass der Vers 3 aus der Bergpredigt: selig sind, die geistlich arm sind, denn ihrer ist das Himmelreich bedeutet: gratuliere, denen, die geistlich nichts wissen, aber deshalb viel annehmen wollen, für sie ist ein Platz im Himmelreich reserviert.

Vers 4: selig sind, die Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden, wird übersetzt mit: gratuliere allen, die Leid tragen und bei Gott Trost suchen und erhalten werden.

Vers 9: selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Kinder heißen ist ein weiterer wichtiger Punkt in den Ausführungen.  Denn materieller Wert, Wohlstand ist für uns etwas selbstverständliches geworden. Doch als ein Kind Gottes bezeichnet werden zu können, ist das wichtigste. Sich etwas schenken zu lassen wie ein Kind, oder wie im Matthäus 18, 3 beschrieben wird: wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.

Das Problem der Menschen ist, dass es meist nur gute Vorsätze sind, und die Sehnsucht nach erfülltem Leben.

Wie krieg ich, dass Gott nahe ist? In Jesus, er ist das Geschenk, lautet die einfache Antwort.

Religion, Moral, ist der Versuch des Menschen für Erklärungen. Ist der Mensch im Kern gut oder schlecht, und die Umstände verhindern das Schlimmste?

Bei sich verhindert ein Umstand, dass er kein Bankräuber ist, weil er sich für zu blöd hält, einen zu begehen.

Bei Mördern verhindern die Umstände gar nichts.

Es geht nur darum, dass Menschen Verbindung zu Gott haben, sich geliebt fühlen, wissen, dass sie gewollt sind. Das Wissen, dass Jesus die Wahrheit ist, weiterzutragen ist für Herrn Parzany wichtiger als ob die Kirchen voll sind oder nicht. Darum geht es ihm nicht.

Im letzten Akt, wenn Jesus als Richter am Ende fragt, was du aus deinem Leben gemacht hast, erwartet Jesus eine Antwort. Dann kommt alles zur Sprache- was werden sie sagen?

Ein reines Herz, gehen die Ausführungen weiter, kann mit einem tränenden Auge verglichen werden. Schon ein kleines Sandkorn treibt Tränen ins Auge. Manche haben schon eine Hornhaut oder eine Betonwand auf ihrem Gewissen. Zwangsprostitution und Versicherungsbetrug werden als Beispiel genannt. 

Viele Christen werden auf der Welt wegen ihres Glaubens verfolgt und zum Teil verhaftet. Sogar in Deutschland sind 5000 Fälle iranischer Christen bekannt, die in Gefahr sind. Niemand von ihnen fragt sich, was sie davon haben, alle wissen nur, dass es das wert ist.

Wer keinen Himmel kennt, da wird die Erde auch im Reichtum zur Hölle. Nehmen wir die Lehre an, dass wir sterben müssen, es wird im Himmel belohnt.

Die Zuschauer werden gefragt, was sie verpasst haben, solange sie hier sind. Als Entschädigung ist die Zusage, dass sie das Salz der Erde sind, von der Verwesung verschont.

Flach ist das Leben nicht, das Gott uns schenkt. Aber es fängt an damit, dass wir uns beschenken lassen- so wie in der Serie von Seligpreisungen beschrieben.

Einen Tipp gibt der Lebenserfahrene. Glück kann man nicht erreichen, wenn man es zum Hauptthema macht. Glück ist Nebensache, ein Geschenk. Glück ist tiefe Befreiung, das Kreuz ist das Zeichen davon, es wurde uns geschenkt zur Vergebung der Sünden. Amen

Pfarrer Sayer fragt, ob wir die Gratulation vom Herrn angenommen haben.

Lassen wir uns gemeinsam beschenken und das Glück erleben. Dazu gehört, dass man sich gegenseitig versteht.

Die vollkommen zufriedenen Besucher nutzen den Ausklang an den Resten des Buffets, sowie zum Austausch mit Herrn Parzany, Herrn Finis, Frau Aberle, oder den Mitarbeitern.

Eine Besucherin meinte beim Gehen. „ Mit mir ist heute Abend etwas passiert, ich weiß nur noch nicht, was.“

 

 

 

 

Lebendiger Adventskalender 2017

Verständlicherweise ging es beim idyllischen Blumenlädle um weihnachtliche Pflanzen. Von der Christrose wurde vorgelesen, die auch schwarze Nieswurz genannt wir und ihren Namen dem Zeitpunkt ihrer Blüte verdankt- mitten im Winter. Der giftige Saft ihrer Wurzel ist ein Gegenmittel bei Vergiftungen. Hat dies unsere Vorfahren bei der Namensgebung beeinflusst?

 

Der Weihnachtsstern- er gehört zu Weihnachten wie Stollen oder Lebkuchen. Angeblich werden 20 Millionen dieser hauptsächlich in Rot gehaltenen Züchtungen aus Kalifornien jährlich an die deutschen Gärtner geliefert. In Mittelamerika wächst die Tropenpflanze wild. Mittlerweile werden auch lachsfarbene, pinke, pfirsichgelbe, creme, weiße, oder gar zweifarbige Varianten angeboten.

Durch verschiedene Legenden bekam die Pflanze in ihrem Ursprungsland den noch heute gültigen Namen Blume der Heiligen Nacht. Botanisch wird sie nach ihrem Entdecker Joel Robert Poinsett, Euphorbia Poinsettia, genannt. In der Mehrzahl Poinsettien.

 

Ohne Kerzen ist Weihnachten undenkbar. Ihr Licht soll erfreuen, wärmen, strahlen. Das ist der Sinn der Kerzen. Wenn sie nicht dazu verwendet werden, liegen sie nur ohne Sinn in Kartons rum. Sie werden zwar kleiner, wenn sie brennen, aber was sie von sich geben, ist von großem Wert.

Können wir davon etwas auf uns übertragen? Wenn wir zusammen etwas ausstrahlen, können wir unsere Mitmenschen erwärmen.

Bleibt noch die Frage, wie buchstabiere ich Advent:

A, wie Arbeit, oder Angebot des Christkindes, das in unser Haus will

D, wie Durchhalten der stressigen Zeit oder Du, auf Du und Du mit Gott

V, wie Verwandte, denen wir was schenken müssen oder Vertrauen, das in der Adventszeit wachsen kann

E, wie Eile oder erwählt. Gott hat uns erwählt und kam zu uns auf die Erde

N, wie Nächstenliebe, die manche kaufen wollen oder Nähe, die wir in der Gemeinschaft finden

T, wie Tunnel, in dem sich manche befinden oder Tür, die wir aufmachen sollen.

Gerne ließen sich die Besucher noch zum Verweilen einladen. Der Platz und die Dekorationen regten zu Gesprächen an.

Das Männervesperteam bekam beim Aufräumen noch verschiedene Tipps, woher die botanischen Namen der Pflanzen kommen und wie sie ausgesprochen werden.

Wir wünschen eine besinnliche Adventszeit

Dekan Trick am 10. November 2017 im Gemeindehaus Glatten

Wie Kirche Zukunft hat,

war das Thema von Dekan Werner Trick am Freitag, 10. November.

Trotz starker Konkurrenz eines Fußball-Länderspiels England-Deutschland (0:0), war das Gemeindehaus bis auf den letzten Platz gefüllt.

Schlagworte des Abends waren: ein Quantum Trost, was würde Jesus über unsere Kirche sagen, Kirche nur für Trostbedürftige, erneute Reformation notwendig?

Herr Trick öffnete seine Ausführungen mit der Formel: bad news are good news. - Schlechte Neuigkeiten sind gute Neuigkeiten. Negatives lässt sich einfach besser verkaufen und bleibt eher in den Köpfen hängen.

Es ist nicht alles Gold was glänzt, es gibt die Austritte, auch überwiegen die Sterbefälle den Geburten, doch trotz allem können wir positiv mit Hoffnung in die Zukunft gehen.

Wie hat die Kirche Zukunft? Weil Jesus ein lebendiger Herr ist, der durch uns Gutes tut. Man kann zwar neue Methoden ausprobieren, doch das Zentrale ist die Botschaft. Weiss heute noch jedes Kind, was Kirche ist? Es ist die Gemeinschaft derer, die glauben, verbunden mit der ganzen Welt. Wir werden informiert über die Bibel, dass wir die Botschaft weitertragen.

Wichtig für die Zukunft ist der Gottesdienst in der Mitte!

Natürlich gibt es unterschiedliche Formen, was ein Verständnis zwischen Jung und Alt erfordert, aber es gibt auch Kraft und Mut.

Besonders Trauungen, Taufen, Beerdigungen besuchen Menschen, die sonst nicht so oft in Kirchen sind. Auch Religions- und Konfirmandenunterricht sind Orte, an denen Menschen erreicht werden. In Kindergärten müssen biblische Geschichten und christliche Werte weitergegeben werden. Ehrenamtliche können viel Arbeit übertragen bekommen.

Diakonische Angebote sind wichtig, Menschen zu Hause versorgen und pflegen, ist eine Aufgabe der Kirche.

Der Referent ermutigt alle Besucher, als einladende Gemeinde zu dienen. Menschen sollen willkommen sein und Wärme spüren. Wir wollen nahe bei den Menschen sein, Beziehungen knüpfen, Vertrauen schaffen. Hilfreich ist, ein Gespür für schwierige Situationen entwickeln. Wenn jemand Hilfe braucht, offen sein und Zeit und Ohr anbieten.

Erstaunlicherweise haben die badische und württembergische Landeskirche gemeinsam eine Studie ausgewertet, die Milieus beschreibt, wo die Menschen leben. So kann man ansetzen, wo sie abgeholt werden können.

Weiterhin drückt der Dekan die Wichtigkeit aus, die Jugendarbeit nicht zu vernachlässigen. Bedenkt man allerdings den Geburtenrückgang, so sind weniger Kinder automatisch auch weniger junge Besucher. Auch diese sind von der gesellschaftlichen Veränderung betroffen, nach der Ganztagesschule ist nicht unbedingt auch noch Bedarf an Jungschar.

Wir dürfen trotzdem nicht nachlassen, Angebote wie Glaubenskurse zu schaffen, um biblisches Wissen zu vermitteln und die Bedeutung der Feiertage aufrecht zu erhalten.

Kein Schaden ohne Nutzen. Durch diese besondere Situationen, siehe auch Pfarrplan, muss der Blick auf andere und die Zusammenarbeit unter den Gemeinden intensiver gestaltet werden. Aktuell verliert der Kirchenbezirk pro Jahr 500 Mitglieder, und wir befinden uns in der Phase, wo mehr Pfarrer in den wohlverdienten Ruhestand gehen, als Studenten ihren Abschluss erwerben.

Trost gibt uns, versichert Werner Trick, dass Jesus seine Gemeinde nicht fallen lässt. Sein Geist wirkt. Die Bevölkerung verändert sich, seine Botschaft nicht.

Sie strahlt Halt und Zukunft aus.

An diesen Beitrag heftete sich eine lebendige Diskussion über Ehe für Alle, Steuern, Transparenz, Besucherrückgang -werbung, Stellenstreichungen an.

Ein deftiges Essen mit Vanilleeis und Rumtopf als Nachtisch ließ die Männer noch bis in späte Stunden sitzen.

 

 

31. März 2017 mit Pfarrer Manfred Mergel

Am Freitag, 31. März 2017 konnten wir den Aacher Pfarrer Manfred Mergel zum Männervesper begrüßen. Er ist bekannt, dass er mit seiner Heiterkeit in Mundart die Zuhörer begeistern kann.

Passend für den schwäbischen Abend bestand die Stärkung zu Beginn der Veranstaltung aus Maultaschen mit selbstgemachtem Kartoffelsalat. Die Auswahl wurde durch warme Bratwürste, grünem Salat, Aufbruch vom heimischen Wild, Käseplatte erweitert. Zum Nachtisch waren dreierlei Eis, heiße Himbeeren, Schokosoße, Eierlikör im Angebot.

Das Essen passte perfekt als Überleitung zum Vortrag. "Wenn es so viel Gutes gibt, gönnt es uns der liebe Gott von Herzen, sonst hätt er`s nicht geschaffen“, verteidigte Herr Mergel die Zweifel, ob es richtig ist, es sich gut gehen zu lassen.

Vier Tage in einer originalgetreuen Postkutsche von Isny nach Ochsenhausen veranlassten den Referenten, ein Buch zu schreiben und den Charme der Langsamkeit zu entdecken. Die Fahrt mit dem Pferdefuhrwerk war ein Geburtstagsgeschenk.

Stilecht begann die Anreise mit Bahn, Dampfzügle und Bus. Bei dieser Art der Fortbewegung kommen Gedanken, was man wirklich braucht. Es ist nicht viel, weniger ist mehr.

Wenn der Postillion zur Abfahrt bläst, begannen das Erlebnis und ein traumhafter Tag. Die Tour führt weitgehend auf einer ehemaligen Linie des Königlich Württembergischen Postwesens. Die an der fließenden Fahrt verhinderten Autofahrer verraten durch ihre Gesichter ihre Stimmung. Einige lächeln, winken. Andere lassen sich genervt zu gefährlichen Überholmanövern verführen.

In der Kutsche herrscht Entspannung pur. Das Schaukeln beruhigt, ermüdet, ist zum Abschalten nur zu empfehlen. Hier kann man im wahrsten Sinne des Wortes die Seele baumeln lassen.

Im Laufe der Ausführungen des Autors entdeckt man, dass es in der Heimat auch lohnenswerte Ausflugsziele gibt. Woher kommt die Sehnsucht nach mehr? Erwarten wir vom Leben zu viel? Was heißt Glück? Erfüllte Pflichten erfreuen uns mehr als erfüllte Wünsche.

Was bedeutet: die am meisten nach Genuss jagen, erreichen ihn am wenigsten?

Der Freizeitstress wird unter die Lupe genommen, Vergleiche gezogen von Früher zu Heute und von Alt zu Jung.

Die aktiv eingebundenen Zuhörer erzählen, dass früher nach Feierabend mit dem Nachbar aufs Bänkle gesessen und möglicherweise noch Most getrunken wurde.

Es gibt glaubhafte Berichte, dass früher die Pferde alleine heimgefunden hätten, während der Bauer auf dem Kutschbock schlief. Das, meinte ein Gast, komme ja mit dem selbst fahrenden Auto in der Zukunft wieder.

Bei Herrn Mergel klingen die Tage der Reise noch spürbar nach.

Auf den Geschenkkorb aus Lebensmitteln aus der Region freut sich unser Nachbarpfarrer. Zuvor meinte er, es gibt auch Geschenke, die sogar zum weiterverschenken ungeeignet sind.

Ein Beispiel für die oben genannte Heiterkeit unterstreicht ein Witz an diesem Abend:

Zwei Männer sitzen noch in einem Gasthaus. Der Wirt möchte schon lange Feierabend machen, doch die beiden bestellen noch ein Getränk, obwohl sie schon überm Durst sind.

Plötzlich bemerkt einer, dass sie die letzten sind und sagt zum Gegenüber: du, es sind nur noch wir zwei da. Der andere blickt in den großen Spiegel an der Wand und erwidert: nein, da sitzen noch zwei. Sie einigen sich darauf, sich zu den beiden anderen zu setzen und stehen auf. Darauf gibt einer den Ratschlag: wir können uns wieder setzen, die kommen zu uns.

Wie wertvoll so ein Abend in der Gemeinschaft ist, drückt eine Bibelstelle aus: Matthäus 18, 20 Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“

 

 

Das Männervesperteam lud wieder beim lebendigen Adventskalender am 2. Dezember 2016 ein.

Anders als sonst waren sie nicht auf einem Bauernhof oder mit Tieren, sondern boten das an, was es in der Kirche immer kostenlos und zusätzlich dreingibt, die Gemeinschaft.

Bei Schmalzbrot, Glühmost, aber auch Apfelbrot und Punsch galt es, gemeinsam einige wertvolle Augenblicke mit allen Sinnen zu genießen.

Nach dem Lied "Wie soll ich dich empfangen" hörten wir in der stimmungsvoll beleuchteten Kirche die Geschichte aus der Sicht eines älteren und eines jüngeren Engels, die die Pracht und Herrlichkeit des Universums betrachten, um die Langeweile des Jüngeren zu vertreiben.

Sie entdecken dabei auch einen ganz kleinen, unscheinbaren Planeten, auf dem sich krabbelnde und kriechende Geschöpfe befanden.

Erst in der Zeitreise 2000 Jahre zurück fällt ihnen auf, dass er mal ganz hell erstrahlte, nämlich damals, als der Planet von IHM besucht wurde. ER ging zu ihnen, um sie zu besuchen, damit sie einmal werden würde wie ER. Aber die Bewohner waren nicht fähig, IHN als den zu erkennen, den ER war. Zum Schluss töteten sie IHN sogar, worauf der Planet dunkel wurde. Aber durch die anschließende Überwindung des Todes verlor der Tod auch seinen Schrecken und auf der Erde kehrte Licht ein und zwar ausgestrahlt von den Menschen, die ihr Leben IHM anvertraut hatten und das Licht überall weitergeben.

Auf die Frage des jüngeren Engels, wie die Geschichte weitergeht, und ob das Licht irgendwann auf der ganzen Erde verteilt sein wird, muss auch der Ältere zugeben: " Wir wissen es nicht, das ist verschlossen in der Weisheit des himmlischen Vaters."

Vor dem gemütlichen Teil in der eigens hergerichteten Ecke in der Kirche, wo die Gäste gerne der Einladung zum bleiben folgten, wurde noch das bedeutungsvolle Lied

"Es kommt ein Schiff gefahren", mit dem Maria, die Mutter von Jesus geehrt wird, gesungen. Nach dem Gebet folgte noch der Segen.

Der Herr sei vor dir, um dir den rechten Weg zu zeigen.

Er sei neben dir, dass sein Arm dich beschütze.

Der Herr sei hinter dir, um dich vor Feinden zu bewahren.

Er sei unter dir. Er hält dich, wenn du fällst.

Der Herr sei in dir, um dich in Traurigkeit zu trösten.

Er sei um dich her, den Bösen abzuwehren.

Der Herr se über dir, um sein Reichtum dir zu geben.

So umgebe dich der Herr von allen Seiten.

Amen

Männervesper am Freitag, 11. November 2016

im Evang. Gemeindehaus Glatten mit Pfarrer Johannes Götschke

"Das verzeih ich dir nie"

war das Thema des Männervespers am 11.11. 16 mit unserem ehemaligen Pfarrer Johannes Götschke im randvoll gefüllten Gemeindehaus.

Erstmalig stimmte eine kleine Besetzung der Schopflocher Zithergruppe unter anderem mit La Montanara, Es steht eine Mühle, auf den Abend ein, vor es mit einer schmackhaften Suppe, gemischtem Braten, Kartoffelsalat, Wurst-Käseplatte und Eis mit heißen Himbeeren zum Vortrag ging.

Jeder der Gäste erhoffte sich auf diesem schwierigen Gebiet Lösungsvorschläge, die Herr Götschke ausführlich lieferte. Vieles beschreibt er anschaulich aus dem Buch von Dr. Martin Grabe " Lebenskunst Vergebung".

Vergebung- wozu, was ist der Grund?

In dem Wort Vergebung steckt das Wort geben mit der Vorsilbe ver, bedeutet auch hergeben oder verzichten. Dieses Hergeben kann auch befreien von einer Last, von Ballast. Denn das Nachtragen belastet, bindet Energie, die an anderer Stelle nicht mehr einsetzbar ist und verloren ist, genau so wie der Abschnitt des Lebens in dieser Zeit.

Folgerichtig die Aufforderung des Referenten: Fass dir ein Herz- es geht um uns, um unser Selbstbild, unsere eigenen Ansprüche.

Drei Stichworte helfen, das Problem aufzugliedern. Besitz- Lust- Ehre, darin will niemand angetastet werden, und sind bei jedem verschieden ausgeprägt. Verletzungen will im ersten Moment niemand richtig wahrhaben, man versucht sie zu unterdrücken. Doch ein ganz wichtiger Schritt ist es, sich die Verletzung bewusst zu machen, die Sache in die Hand zu nehmen, versuchen, sie zu verstehen.

Bei der Relativierung geht`s ums vergleichen. In der Bibel (Matth 18, 21-35) steht das Gleichnis, wo ein Herr seinem Knecht alle Schuld(en) vergibt, dieser im Gegensatz bei einem Mitknecht keine Gnade zeigt.

Die Vergeltung als Ausgleich kann man delegieren. ZB wenn man etwas zur Anzeige bringt. Eine Vollständige Wiedergutmachung ist beim Auto bei einem Blechschaden möglich. Verschwindet der Schmerz, wenn bei einer Beziehungskollision aus scheinbarer Großzügigkeit auf Wiedergutmachung verzichtet wird? Ein Lehrer kann tun, als ob er die bewussten Provokationen übersieht. Doch es ist ein Muss, der Konfrontation mutig entgegen zu gehen, um die Situation zu klären. Es müssen auch Grenzen gesetzt werden, um nicht Opfer von Unrecht und Willkür zu werden. Schon Paulus forderte mit Erfolg Wiedergutmachung. (Apostelgeschichte16, 23-40)

Das Sprichwort Auge um Auge, Zahn um Zahn stammt ebenfalls aus der Bibel. Auf Nachfragen stellte sich heraus, dass ausnahmslos jeder der Anwesenden schon mit Rachegedanken gespielt hatte. Wobei dies ganz klar Gott an sich reißt, in dem er spricht" die Rache ist mein", was als Aufforderung zu verstehen ist, sich vollständig ihm anzuvertrauen.

Zur Unterstützung gibt es sehr gute Selbsthilfegruppen, wenn einem bewusst wird, ich schaff es nicht allein. Der Rat des Theologen zeigt in die Richtung, Christi zu ehren, ihm deinem Besitz zur Verfügung zu stellen. Ihm kann man die Verletzungen, den Berg von Problemen abgeben und sich frei machen von Bitterkeit und Hass im Gebet.

Doch was, wenn der andere nicht mitmacht? Dann halt nicht, einseitig abgeben hilft dir auf jeden Fall.

Wie sieht`s aus mit der eigenen Schuld? Wie kann ich damit umgehen- kann ich mir selbst verzeihen?

Die Aussage kann auch manchmal lauten: Das verzeih ich mir nie! Gott vergibt, die Zeichen stehen auf Neuanfang

Auf roten Zetteln konnte die Runde Bedrückendes notieren und in den lodernden Flammen des Feuerkorbs vor dem Gemeindehaus in Rauch auflösen und im dunklen Nachthimmel verschwinden lassen. Alle Fragen wurden zur vollsten Zufriedenheit beantwortet, doch klären muss sie jeder für sich, was in den anschließenden Gesprächen noch lange verarbeitet wurde.

 

 

Männervesper mit Landrat Dr. Klaus Michael Rückert

Aktuelle Flüchtlingssituation im Landkreis Freudenstadt

Landrat Dr. Klaus Michael Rückert erlebte bei der Einladung zum Männervesper nach Glatten eine Premiere in solch einer Runde. Nach der Begrüßung "....meine Damen und Herren.." zeigte er sich gut informiert über die Aktivitäten des Männervesperteams. Nach einem kurzen Rückblick erinnerte der katholische Loßburger an den Glauben und das gesetzlich verankerte Recht auf Leben. Aktuelle Zahlen wurden angesprochen, die Stimmung unter der Bevölkerung und das Verständnis für die Sorgen und Ängste vor Fremden.

Nicht vergessen werden Sozialhilfeempfänger aus dem eigenen Land, die aus irgendwelchem Grund Unterstützung benötigen.

Trotz dieser großen Herausforderung müsse man zu dem Kurs und dem Motto von Bundeskanzlerin Merkel stehen und aus "wir schaffen das" die Frage gestalten, "wollen wir das schaffen?" Herr Rückert ist überzeugt:" Ja, ich will das schaffen."

Die Schulen und Vereine leisten großartiges, in dem sie Sprache und Werte vermitteln. Wenn die Flüchtlinge Toleranz vorgelebt bekommen, sind sie auch bereit, Toleranz anzunehmen

Ein besonderes Schicksal erleben die achtzig unbegleiteten Jugendlichen, die sehr intensiv betreut werden müssen.

Wie geht`s weiter?

Der Landkreis sucht nach Wohnungen, verschiedenen Hotels. In Horb entsteht ein Neubau, denn auf den Familiennachzug wird gewartet, dem es gilt, mit einer Willkommenskultur zu begrüßen.

Dass von dieser Situation nicht alle begeistert sein können, ist verständlich, weshalb nicht aus jedem AfD Wähler ein rechtsradikaler wird.

Antworten zu den schwerpunktmäßig kritischen Fragen der Anwesenden:

Die Kosten übernimmt das Land, für den Kreis sollte nur ein geringer Beitrag übrig bleiben.

Die Arbeitserlaubnis ist genau geregelt, doch zuerst wird die Qualifikation festgestellt, wer wo eingesetzt werden kann.

Das größte Problem stellt die Dauer des Asylverfahrens dar, da oft nach einem Jahr immer noch kein Antrag gestellt werden konnte. Das Ergebnis gestaltet sich individuell.

Ursachen, die die Fluchtwelle auslösten, können im kleinen Kreis nicht behandelt werden. Die Rückführung zum Aufbau im Herkunftsland wird unterstützt, doch ein Großteil könnte bleiben.

Erwin Teufel, ehemaliger Ministerpräsident, für den Herr Rückert früher arbeitete, sah Ende der 90iger Jahre schon mit Bedenken auf die Möglichkeit, dass die afrikanischen Länder irgendwann in Richtung Europa kommen könnten. Doch diese meist jüngeren Menschen fehlen in ihren Ländern.

Bürgermeister Pfeifer, der unter den Gästen war, bedankte sich für diesen offenen und ehrlichen Vortag und lud den hervorragenden Redner zur Jubiläumsfeier der Gemeinde im kommenden Jahr ein. Herr Pfeifer sah ebenfalls im Ergebnis der Landtagswahl keinen Rechtsruck im Umfeld und sah als eine Lösung für die Verunsicherung der Bevölkerung das reden miteinander als Plattform an. Es muss wieder an einer positiven Grundstimmung gearbeitet werden.

Angesprochen auf Folgeunterbringung und Residenzpflicht verwies der Landrat auf die gute Zusammenarbeit mit den Kommunen.

Christliche syrische Familien sind die begehrtesten Flüchtlinge unter Wohnungseigentümern. Andere berichten von Handgreiflichkeiten untereinander. Dass die Heizung und das Licht dauernd im Betrieb sind, ist bekannt, wird jedoch nur Schritt für Schritt durch vorleben geändert werden können.

Auf die Frage nach einem freien Wunsch nennt der Referent weiteres ungebrochenes Engagement.

Zwangsbeschlagnahmungen von leerstehenden Wohnungen wird es mit Landrat Klaus Michael Rückert nicht geben.

Er beschließt den Abend in einer sehr angenehmen positiven Atmosphäre mit dem Schlusssatz: es ist schön, so reich zu sein, helfen zu können.

Pfarrer Sayer merkte, dass Herr Rückert den Glauben lebe und von seiner Arbeit überzeugt ist.

Auferstehungsfeier mit Frühstück am Ostersonntag

"Christ ist erstanden", mit diesem Lied beendete Pfarrer Sayer die mit einem Feuerkorb erhellte Auferstehungsfeier am Ostersonntagmorgen vor der Aussegnungshalle auf dem Friedhof. Die zahlreichen, noch in der Dunkelheit eingetroffenen Besucher ließen sich anschließend gerne zum reichhaltigen Frühstücksbuffet ins Gemeindehaus einladen.

Das Männervesperteam mit Frauen übernahm diesmal die Bewirtung und freute sich über die gute Resonanz. Unterstützt wurde die Veranstaltung unter anderem durch Sachspenden.

Herzlichen Dank allen Sponsoren und den Gästen fürs Kommen, die zum Gelingen beigetragen haben.

Fast schon verpflichtend lautete ein Satz in der familiären Atmosphäre: "das schmeckt nach mehr!"

Das Männerversperteam

Männervesper am 13. November 2015

Mit einem ganzen Haxen

  

gevespert verfolgten um die 50 Männer am Freitag, den 13. November gespannt den Ausführungen des preisgekrönten Filmemachers Bernd Umbreit über seine Dokumentationen.Ausführlich stellte er sich und seine beeindruckende Arbeiten vor. Für den anschließend gezeigten Film wurde er von vier "Tetras"

angefragt, sie auf einer Tour mit dem Handbike durch ganz Deutschland zu begleiten. Viel Zeit blieb zur Vorbereitung nicht, genau so wenig wie für Strecke selbst...

...leider zeigte kein einziger, außer den Beteiligten, Anteilnahme an der beispiellosen Aktion, bei der Sprüche fielen, wie" wenn es einen richtigen Moment für so einen Unfall gibt, dann war es bei mir mit zwanzig der ideale Zeitpunkt" oder "ich bin über den Unfall hinweg, aber meine Eltern nicht"

oder die Tochter, die ruft" Papi, pass auf dich auf, ich bin stolz auf dich". Einer der Behinderten erzählte, dass er mit seiner Schwester und seinem Schwager auf einen Bauernhof zieht und sich "seinen Lebenstraum"

erfüllt. 

 Das Gefühl, dabei gewesen zu sein fesselte die Zuschauer regelrecht. Erst nach einer ausgiebigen Fragerunde und mehrfach lang anhaltendem Applaus nutze der Autor die Möglichkeit, sich unter die Anwesenden zu mischen.

 

Was bleibt, sind die Erkenntnisse, nicht aufzugeben; Menschen mit Behinderung mehr zu (be)achten, ohne sie zu bemitleiden und wie wertvoll es ist Menschen um sich zu haben.

Die zufriedenen und begeisterten Kommentare ermutigen uns, im Frühjahr die Männervesperserie fortzusetzen.

 

Termin und Thema wird rechtzeitig bekannt gegeben.  

 

Männervesper am Freitag, 13. November 2015, 19.00 Uhr, Gemeindehaus Glatten

Zum Vesper gibt es gegrillte Schweinehaxen mit Beilagen

Filmbericht mit Bernd Umbreit zum Thema:

"TOUR INS UNGEWISSE
DIE UNVERWÜSTLICHEN VIER"
Bernd ist 16, als sich an einem heißen Sommertag sein Leben für immer verändert. Beim Sprung in einen Baggersee bricht er sich den 5.Halswirbel.Querschnittlähmung.
Ein Schicksal, das Bernd mit Jürgen, Jens und Christian teilt.
Alle vier sind Tetraplegiker, haben eine hohe Querschnittlähmung im Halswirbelbereich….und eine total verrückte Idee. ...
Mit dem Handbike durch Deutschland. Vom Allgäu bis an die Ostsee.
1100 Kilometer und 5500 Höhenmeter in 72 Stunden bezwingen.
Sie wollen zeigen „ es geht noch was“, auch mit hoher Querschnittlähmung und sie wollen Spenden sammeln für die Rückenmarksforschung.
Aber es läuft nicht alles nach Plan…
Der Film erzählt die Geschichte dieser Tour mit allen Höhen und Tiefen. Er erzählt von Mut, vom Grenzenüberschreiten und vom Durchhalten. Und er blickt dabei auch zurück auf das, was vor Jahren passiert ist – und wie das Leben danach weiterging.

http://www.umbreitfilm.de/ 

 

 

 

 

 

Im Kindergarten

Als nach ehrenamtlichen Helfern für die Renovierung des Kindergartens gesucht wurde, meldeten sich spontan Mitglieder des Männervesperteams. So ein Projekt trifft exakt das Ziel der Männerarbeit: Gemeinsame Unternehmungen, eine Herausforderung meistern, etwas für die Allgemeinheit tun, mit Nichtmitgliedern des Teams ins Gespräch kommen, das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen zu lassen.

Für Baumaßnahmen im Kindergarten mussten aus drei Räumen Holzgestelle in Einzelteile zerlegt, gekennzeichnet und in ein anderes Gebäude eingelagert werden. Dankbar wurde auch die Mitarbeit von motivierten Vätern der Kindergartenkinder , Gemeinde- und Kirchengemeinderatsmitgliedern angenommen, da es außerdem noch galt, einen Zeitplan einzuhalten.

Sowohl beim Abbau wie beim Aufbau herrschte eine gute Stimmung, denn die Kindergartenleitung sorgte unermüdlich für die Verpflegung.

Männervesper im April 2015

Am Freitag, 24. April 2015 fand ein Männervesper mit kalt warmen Buffet im gastfreundlichen Vereinsheim der Bauernkapelle und Trachtengruppe Böffingen bei schönstem Frühlingswetter statt.

Nach einem Improvisationsanspiel setzte sich der Geschäftsführer des evangelischen Männernetzwerkes Württemberg, Stephan Burghardt mit den Schlagworten - worauf Männer Bock haben - auseinander.

Er schloss direkt eine Frage daran, ob das "Bockhaben" auch eine hochriskante Lebensform sei? Männer sind nicht nur angeblich das stärkere Geschlecht sondern auch das extremere. Sie sind mehr in Führungspositionen, aber auch mehr im Gefängnis. Hauptverantwortlich dafür macht der Referent das Hormon C19 H28 O2, Testosteron, das uns mutiger in den Sportarten und Freizeitaktivitäten macht. Genau das hindert uns jedoch auch über Gefühle zu reden , da bei Männern alles logischer verschaltet ist. Nicht logisch ist allerdings, dass Männer ohne Rücksicht auf ihre Gesundheit in den Tag leben. Es ist bekannt dass man für einen gesunden Lebensstil auf Essen, Trinken, Bewegung, Stress, Risiko achten muss. Dass dies nicht sonderlich befolgt wird, zeigt die Statistik, die belegt, dass Männer eine gut fünf Jahre kürzere Lebenszeit als Frauen erwartet. Passt hierzu der Spruch: wer immer fleißig ist wie eine Biene, arbeitet wie ein Pferd und müde ist wie ein Hund, sollte mal zum Tierarzt, vielleicht ist er ein Kamel. Wichtig sind im Leben die Fragen, wen hab ich als Freund? Gibt es echte Männerfreundschaften?

Als erste Hilfe und gleichzeitig letzte Hoffnung bietet sich Jesus Christus an, wie im Psalm 23 beschrieben ist.....mir wird nichts mangeln . In der offenen Runde wurde in lockerer Atmosphäre ausgetauscht, wie intensiv jeder die Freiheit, das Abenteuer erlebt. Einfach losradeln, oder loswandern, sich aufs Motorrad oder den Traktor setzen. Einen Berg besteigen, ohne dass Reinhold M. als Vorbild dient, bei dem man sich fragt, was er sucht und vor allem, wo. Die Frauenquote bei Müllmännern wurde ebenso angesprochen, wie die Frage, wie man die angeborene Abenteuerlust an die Kinder weitergibt. Ermutigen oder zurückhalten? Hier ist das richtige Maß gefragt, es muss ja nicht gleich der Sprung von den Klippen oder Lastwagen fahren mit fünfzehn sein. Als letzten Programmpunkt empfahl Herr Burghardt noch den Kirchentag in Stuttgart vom 03. bis 07. Juni, wo u.a. Frau Merkel und die Herren Gauck und Schäuble anzutreffen sind, während die Glattener am Stand des Kirchenbezirks den Apfelsaft ausschenken, für den die Kindergartenkinder mit Eltern und die Konfirmanden letzten Herbst die Äpfel aufgelesen haben.

Mit einem kleinen Präsent wurde unser Gast, der den Segen sprach, von durchweg zufriedenen Besuchern verabschiedet, mit dem Hinweis auf den Herbsttermin am 13. November mit Bernd Umbreit im Gemeindehaus.

Männervesperteam im Advent 2014

Dankbar nahm das Männervesperteam die Einladung  der Familie Eisenbeis, ein Adventstürchen auf ihrem Bauernhof zu öffnen, an. Passen doch lebende Tiere und genauso das Thema des 04.Dezembers,am Tag der heiligen Barbara einen Kirschzweig zu schneiden, zu den Männern.

Los ging`s um 18:00 Uhr in der Hölderlinstrasse, wo ein Treffpunkt vereinbart war. Gut vierzig Besucher traten mit Lampen und Fackeln die Wanderung zum Bauernhof an, ohne den angebotenen Fahrdienst in Anspruch zu nehmen. Über dunkle Fußwege und zum Teil auch Wiesen gelangte man zu einer Vorhalle des Stalles. Eingebettet von Heuballen warteten Kühe, Rinder, ein Pferd.

Nach einem Lied mit Trompetenbegleitung folgte die Einführung zur Erzählung der Geschichte der heiligen Barbara: 

 

Es ist schon immer Brauch, am Tag der heiligen Barbara, dem 04. Dezember, Zweige zu schneiden. Das mag zum einen damit zu tun haben, dass die Zweige etwa 20 Tage brauchen, um zu blühen und dann das Weihnachtsfest verschönern. Der eigentliche Brauch geht aber auf das Mädchen Barbara zurück, von der wir eine überlieferte Geschichte hören:

Barbara lebte in einer Zeit, in der Menschen verfolgt wurden, die sich zum Christentum bekannten. Sie lebte um das Jahr 300 in Nikomedia in Kleinasien. Sie hörte von Christus, lies sich taufen und wurde dafür verstoßen. Ihr Vater Dioskurus wurde sehr böse, weil sie sich vom Christentum nicht abbringen ließ. Erst wollte er sie zwingen, dem neuen Glauben abzusagen, denn er hatte ihr einen Mann ausgesucht. Da der Kaiser Maximus, der zu der Zeit regierte, die Christen verfolgte, fürchtete auch er um sein Leben.

Aber Barbara vertraute Gott mehr als ihrem Vater und sagte zu ihm:" Kein Mensch ist des anderen Eigentum. Wenn der Tod mein Schicksal ist, so töte mich." Da beschloss der Vater, seine eigene Tochter an den Kaiser zu verraten. Dazu ließ er sie in einen Turm sperren. Es war Winterzeit, als Barbara weggeführt wurde. Auf dem Weg zum Gefängnisturm streifte sie einen kahlen Kirschbaum. Ein Zweiglein blieb an ihrem Ärmel hängen. Diesen Zweig nahm sie mit ins Gefängnis und stellte ihn in ein Wasserglas. Obwohl es tiefster Winter war, erblühte der Zweig. Barbara sagte." Zweiglein, ich dachte, du wärst tot. Aber nun blühst du wie im Sommer. So wird es auch den Menschen und mit mir geschehen: Wenn sie sterben, werden sie verwandelt zu neuem , blühendem Leben!"

Später wurde Barbara hingerichtet. Heute zählt sie als Heilige zu den Vierzehn Nothelfern und als Patronin der Turmwächter, Bergleute und Feuerwehrleute.

Ein zweites Lied mit Trompetenbegleitung beendete den offiziellen Teil des Abends. Im Anschluss konnten noch Punsch, Glühmost, Früchte- und Schmalzbrot genossen werden. Aus einem bereit gestellten Korb konnte jeder frisch geschnittene Kirsch- und Forsythienzweige mitnehmen. Wie viele werden wohl blühen? 

 

Eine gesegnete Adventszeit,

das Männervesperteam

Konzert mit Heiko Bräuning im Gemeindehaus

Alles in Ordnung?  

 

Alles in Ordnung! Diese Bemerkung war nur eine von vielen humorvollen Beiträgen des Fernseh- und Internetbekannten Pfarrers und Musikers Heiko Bräuning, der zusammen mit dem Pianisten Michael Schlierf anlässlich des zehnmalig stattfindenden Männervespers das vollbesetzte Gemeindehaus am 20.November 2014 besuchte. Unter Mitwirkung des Frauenfrühstückteams wurde diesmal ein Konzert mit anschließendem Ständerling anstatt der gewohnten Veranstaltungen organisiert. 

Die Musiker trafen schon lange vor dem Auftritt in Glatten ein, wo bereits Kaffee, Gulaschsuppe und weitere Verpflegung für die Zeit des Aufbaus auf sie wartete. Die frisch aus dem Pfarrgarten geholte Minze, zu köstlichem Tee zubereitet, nahm Herr Bräuning sofort für den Rest des Abends in seinen Kommentaren auf.  

Peter Schilling moderierte die Künstler an. Heiko Bräuning belegt im Bibel TV feste Sendezeiten,Sonntags 8:30 und 14:00, Donnerstags 1:30, Freitags 6:00 Samstags 12:00 Uhr, zum Teil mit Gebärdensprache. Das Motto des Programms lautete:"Zwei Meilen weit" und bezog sich darauf, Reisende zu begleiten oder selbst begleitet werden, beziehungsweise nicht allein gelassen zu sein, auch nicht von Gott.   

Als Vorspann zu seinen anspruchsvollen Liedern bekamen die Zuhörer heiter vorgetragene Kurzgeschichten serviert, die sich wahrscheinlich so ereignet haben oder haben könnten:  

-Obwohl in Glatten niemand nach einem Bahnhof fragen wird, sortierte der Sänger verschiedene Antwortmöglichkeiten, zB, dass ein Psychoanalytiker eine Couch und ein Gespräch anbieten würde, um den Ärger übers Bahnhofsuchen zu verarbeiten .Ein Hypnotiseur würde vorschlagen, die Augen schließen und loslaufen, dann wird man sehen, wo man rauskommt.  Der Sozialarbeiter kennt den Weg zwar auch nicht, begleitet dich aber auf jeden Fall dorthin. Der Lehrer würde gerne bei der Lösungsfindung helfen, für die Entwicklung der Persönlichkeit ist es jedoch wesentlich förderlicher, den Weg selbst herauszufinden. 

-Bei einem Gewitter beobachtete er mal ein Kind, das bei jedem Blitz lächelnd zum Himmel schaute, im Glauben, Gott fotografiert die Menschen. 

- Oft flossen Familienerlebnisse seiner vier bis fünf Kinder ein. Ein Sohn genoss kurze Zeit das Gefühl, ein gutes Versteck gefunden zu haben, bis er merkte, dass er gar nicht mehr gesucht wird.  

-Zusammen brachten die Kinder Schnecken auf der Rutschbahn mit Hilfe einer Gießkanne Wasser das Rutschen bei, bis sich der Tierschutzverein meldete. 

-Irgendwann spielte oben erwähnte Ordnung eine Rolle, weil der Familienvater den Zustand der Kinderzimmer und des Gartens beschrieb. Aber ist Ordnung, wenn man eine Schale Pommes so nebeneinander legt, als sei es eine Strichliste? Oder ist  eine Pfanne Fischstäbchen nur ein ordentlich sortierter Koiteich? Eine Blume, und liegen die Blätter noch so schön nebeneinander aufgereiht, erfreut den Menschen im Originalzustand bestimmt mehr.

So ließen sich die Gäste gerne einbinden und bei den Liedern wurde kräftig mitgesungen. 

Heidi Weigold verabschiedete mit einem Weinpräsent, bevor Pfarrer Johannes Götschke mit dem Psalm 23 den offiziellen Teil beendete.  

Schnell war der Raum umgebaut, mit einem abwechslungsreichen Häppchenbuffet versehen, was die zahlreichen Gäste verleitete, noch lange zu unterhaltsamen Gesprächen zu bleiben.  

Wozu Männervesper?

Im 1. Mose 2 Vers 18 steht: „Gott, der Herr, dachte: Es ist nicht gut,

dass der Mensch allein ist.“

Diese Aussage kann auch als Auftrag verstanden werden. Ein guter

Anlass, eine Veranstaltung durchzuführen, bei der sich Männer zu einem

Thema in gemütlicher Runde zusammen setzen, ein gutes Vesper genießen

und sich anschließend noch eine Weile unterhalten.

Wann?

Den besten Zeitpunkt kann man auch mit Hilfe der Bibel herausfinden. Im

1. Mose 2,15 „...brachte Gott, der Herr, den Menschen in den Garten

Eden.“ Er übertrug ihm die Aufgabe, den Garten zu pflegen und zu

schützen.
Es ist bekannt, dass der Schwabe freitags in seinem Garten schafft und

sich da nicht herauslocken lässt.

Deshalb gibt es Männervesper im zeitigen Frühjahr und im Herbst.

 

Zu den Anfängen

Schon seit Urzeiten gab es Kreise von Männern, in deren Runde

Strategien über die Jagd und den Verbleib der Sippe beraten wurde, was

das Überleben sicherte.
Im vorigen Jahrhundert, vor der Zeit des Radios und des Fernsehers,

trafen sich die Männer an Milchsammelstellen oder Stammtischen. Hier

wurden Neuigkeiten ausgetauscht und weitergegeben.

Die Kriegs- und Gefangeschaftsheimkehrer waren nicht mehr die, als die

sie gegangen waren. Wenn sie unter sich waren, konnten sie über ihre

Erlebnisse reden und diese verarbeiten. Manche von ihnen passten auch

nicht mehr in die Kirche, zum Vergessen half oft der Alkohol.
Die Frauen, die zuhause in dieser Zeit "ihren Mann" stehen mussten, mit

Kindererziehung, Landwirtschaft, Altenpflege, waren entsprechend

abgehärtet. So war für den einen oder anderen der Stammtisch ein

bisschen die Flucht vom Alltag.

Es gab aber auch Oma`s, die sich gefreut hatten, wenn es nach Nikotin

roch. Denn dann war wieder ein Mann in ihrer Nähe. Viele hatten zwei

Weltkriege überlebt, von denen nur in Erinnerung geblieben war, dass in

den Dörfern keine Männer mehr waren.

Und heute?
Heute fragt man sich, wo führt das noch hin mit den Männern vor lauter

Emanzipation?
Im Moment gibt es keine geringe Anzahl von alleinerziehenden Müttern.

Brauchen wir noch Männer?

Alle Gleichberechtigung kann nicht vertuschen, dass es nicht nur

körperliche Unterschiede gibt.


Fazit
Wenn wir jetzt noch bei jedem Zusammentreffen einen christlichen Bogen

spannen, haben Männervesper durchaus ihre Berechtigung.

 

Wer gehört dazu?
Jeder, der/dem…

- sich für das Thema interessiert,
- mal einen Abend Abwechslung möchte,
- es in Geselligkeit besser schmeckt,
- was über Gott hören will, aber nicht in die Kirche möchte,
- in die Kirche geht, zusätzlich mehr erfahren möchte
- ..........

- einfach jeder, egal welchen Alters.
               
Was kostet das ?

Unsere Männervesper sind im Wechsel einmal in örtlicher Gastronomie,

einmal im Gemeindehaus.
Mit dem Gasthaus rechnet jeder für sich direkt ab. Eine kleine Spende

ist erlaubt.

Im Gemeindehaus wird ein Pauschalpreis von ca 8-10 Euro am Eingang

kassiert. Darin sind enthalten, das Vesper und die Kosten für den

Referenten. Getränke werden nach Verbrauch berechnet.
So kann sich jeder mit gutem Gewissen auf den Abend freuen und ihn genießen.