Das „Pflege-Plus“ durch den Krankenpflegeförderverein

Einladung zur Mitgliedschaft

Unser Krankenpflegeförderverein ist seit vielen Jahren eine bewährte Einrichtung in unseren Orten. Der Sinn und Zweck des Vereins ist, Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die pflegerische Hilfe benötigen, und deren Angehörigen Unterstützung zu gewähren, die sie auf andere Weise nicht erhalten. Doch wie fördert der Krankenpflegeförderverein dieses „Pflege-Plus“?

 

 

Krankenpflegeförderverein und Diakoniestation

Die „Diakoniestation Dornstetten.Glatten.Schopfloch“ betreut mit großem Engagement vor allem ältere Menschen, die auf pflegerische Hilfe angewiesen sind. So können er-freulicherweise viele Bürgerinnen und Bürger im Alter in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben, so wie sie es seit Jahrzehnten gewohnt sind.

Der Krankenpflegeförderverein unterstützt durch die Beiträge ihrer Mitglieder und durch Spenden die Arbeit der Diakoniestation und zwar in einem sehr speziellen und sehr not-wendigen Bereich.

 

 

Nicht alle Leistungen der Diakoniestation werden von Kranken- und Pflegeversicherungen finanziert

Wer pflegebedürftig ist und in der häuslichen Umgebung versorgt wird, bekommt normalerweise Leistungen im Rahmen der Kranken- und Pflegeversicherung. Die gesetzlichen Kostenträger decken aber oft nur einen Teil der Kosten dessen ab von dem, was wirklich gebraucht wird.

So werden zum Beispiel notwendige Zusatzleistungen wie die Zeit für eine Beratung, die Gespräche mit Ärzten zur Abklärung der medizinischen Versorgung, die zeitintensive Pflege, das Besorgen von Medikamenten und die Unterstützung bei der Überbrückung von Notsituationen von den gesetzlichen Pflege- und Krankenkassen nicht oder nur teilweise finanziert.

 

 

Mehr Zeit in der Pflege und Begleitung ist notwendig

Hier ist nun ganz konkret der Ansatzpunkt zur Unterstützung durch den Krankenpflegeförderverein: indem er durch seinen Zuschuss ermöglicht, Zeit zu schenken, dass die Pflegekräfte der Diakoniestation mehr Zeit für Begleitung und Betreuung der Patientin-nen und Patienten und ihrer Angehörigen haben.

Denn die persönliche Zuwendung für die Hilfebedürftigen ist ebenso notwendig wie ein Verband, eine Spritze oder die Zuteilung der Medikamente und die Überwachung ihrer Einnahme. Diese Zuwendung im persönlichen Gespräch durch Trost und Rat ist wie ei-ne Medizin, die ein Leiden oder eine Krankheit erleichtern und in manchen Fällen zur Heilung beitragen kann.  Es geht also um ein „Pflege-Plus“, um ein sinnvolles und not-wendiges Mehr an Pflege, das von den Kassen und Versicherungen nicht bezahlt wird.

Der Krankenpflegeförderverein sorgt mit seinen Vereinsmitteln dafür, dass diese not-wendigen Zusatzleistungen weiterhin erbracht werden können. Dabei sind nicht nur die zu pflegenden Menschen im fürsorglichen Blick, sondern auch deren Angehörige, die oft Beratung, helfende Hinweise und Ermutigung für die Begleitung ihrer zu pflegenden Familienmitglieder brauchen.

 

 

Pflege und „Pflege-Plus“ nicht nur eine kirchliche, sondern eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung!

Der Vereinsbeitrag ist die Grundlage für die Möglichkeit, vom Pflegegesetz nicht vergütete Leistungen zu bezahlen und kommt allen Menschen, die von der Diakoniestation versorgt werden, zugute.  Der Diakoniestation ist dieses Mehr an Begleitung im diakonischen Sinne sehr wichtig. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstehen ihren Dienst an den Menschen als diakonischen Auftrag: dass Gott durch sie den bedürftigen und kranken Menschen dient. Sie sind im Namen der Kirchengemeinde unterwegs in den Häusern.

Auch die bürgerlichen Gemeinden erbringen ihren finanziellen Beitrag, denn die Leistungen der Diakoniestation, der Kirchengemeinde und des Krankenpflegefördervereins sind nicht nur als kirchliche Dienstleistung zu verstehen, sondern geschehen in gesamt-gesellschaftlicher Verantwortung, die alle Bürgerinnen und Bürgern unserer Kommunen betrifft und von ihnen angenommen werden sollte.

Wir laden sehr herzlich zur Mitgliedschaft in unserem Krankenpflegeförderverein ein.
Aus diesem Grund haben wir dem neuen Gemeindebrief, der zurzeit in die Häuser verteilt wird, einen Flyer unseres Krankenpflegefördervereins (mit kleinem Antrags-formular) beigelegt. Wir bitte Sie alle sehr herzlich um Unterstützung. Sie ist dringend nötig, denn im vergangenen Jahr haben die Mittel des Krankenpflegefördereins nicht gereicht, um das „Pflege Plus“ für Glatten, Böffingen und Neuneck zu finanzieren. Am Ende des Jahres 2018 haben knapp 400 Euro gefehlt, die die Gesamtkirchengemeinde Glatten ausnahmsweise ausgeglichen hat.

Pfarrer Reinhard Sayer